Stumm

Du sprachst so große Worte,
gabst Dich hin und auf und ab.
Die Augen gesenkt, perfekt Dein Gehabe.
Auf meine Fragen nach dem Warum,
senktest Du nur den Kopf,
Deine Lippen blieben stumm.

Du sprachst uns von Liebe,
von Lust und Leidenschaft,
von Demut und all diesen Dingen.
Auf meine Fragen nach dem Warum,
senktest Du nur den Kopf,
Deine Lippen blieben stumm.

Du tatest alles, was man Dir sagte.
Nahmst Scham und Schmerz und Demütigung.
Doch da war kein Lachen, kein Nein,
kein Ja, kein Schreien vor Lust.
Auf meine Fragen nach dem Warum,
senktest Du nur den Kopf,
mein Herz blieb stumm.

Deine Leere, mein Kleines, kann ich Dir nicht füllen.
Kann Dir nicht geben, was Du Dir versagst.
Kann nicht mein Sein auf Dich übertragen,
kann nicht für Dich tun, was Du selbst nicht vermagst.
So bleibt nur die Frage nach dem Warum,
doch da ist keine Antwort in Dir
drum bleib ich jetzt stumm.

(HMCL)

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