„… Opfer ist keine Liebe …“
„Aber, ich sage es Dir jetzt und möchte damit ernst genommen werden: Es ist nicht Deine Aufgabe, für mich zu sorgen. Ich möchte mir die Chance einräumen, mit Hilfe anderer Männer von weiblicher Unterstützung, auch von Deiner, unabhängiger zu werden. Ich will es wirklich, weil ich leben und bei Vernunft bleiben will.
Meine Aufgabe ist, für mich sorgen zu lernen, und dafür brauche ich Dich als Gegenüber, eine Frau, die auch ungehorsam sein und sich verweigern kann. Wenn ich lerne, für mich selbst zu sorgen, dann werde ich Dich mit einem liebevollen Blick im Auge haben und auf Dein Wohlergehen achten können. Wenn ich weiterhin verwöhnt werde, gelingt mir das nicht.
Wärest Du freier vom Ich-Ideal des Mich-Umsorgens, dann würdest Du manches, was nicht erbeten ist, nicht geben und Deine Angelegenheiten besorgen. Dann könnte ich auf Dich zugehen. Meine Erfahrung ist, dass ich mich spüre, wenn Du mich forderst, belastest, dass ich dann beginne , mich ernst zu nehmen und meine Dinge anzupacken. Darum will ich nicht geschont werden, nicht besorgt und nicht bedrängt mit dieser Sorge. Es tut mir am besten, wenn Du Deinen Weg gehst, ohne auf mich zu schauen, ob ich nun hinter oder vor Dir gehe.“
Aus: Vorwort von Wilfried Wieck in „Ihm zuliebe?“ von Irmgard Hülsemann
Oh, da sagt ein Mann recht kluge Worte *lächel
Meine Aufgabe ist, für mich sorgen zu lernen, und dafür brauche ich Dich als Gegenüber, eine Frau, die auch ungehorsam sein und sich verweigern kann. Wenn ich lerne, für mich selbst zu sorgen, dann werde ich Dich mit einem liebevollen Blick im Auge haben und auf Dein Wohlergehen achten können. Wenn ich weiterhin verwöhnt werde, gelingt mir das nicht.
Wärest Du freier vom Ich-Ideal des Mich-Umsorgens, dann würdest Du manches, was nicht erbeten ist, nicht geben und Deine Angelegenheiten besorgen. Dann könnte ich auf Dich zugehen. Meine Erfahrung ist, dass ich mich spüre, wenn Du mich forderst, belastest, dass ich dann beginne , mich ernst zu nehmen und meine Dinge anzupacken. Darum will ich nicht geschont werden, nicht besorgt und nicht bedrängt mit dieser Sorge. Es tut mir am besten, wenn Du Deinen Weg gehst, ohne auf mich zu schauen, ob ich nun hinter oder vor Dir gehe.“
Aus: Vorwort von Wilfried Wieck in „Ihm zuliebe?“ von Irmgard Hülsemann
Oh, da sagt ein Mann recht kluge Worte *lächel
Heidrun Müller - 16. Sep, 21:57
