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Einblick

AKTUELLES

Personlicher Assistent (w/m) auf Geschäftspartnerebene gesucht.

Wohlwollen

Nur wer sich selbst wertschätzt, um die eigenen Widersprüche und um sein inneres Chaos weiß und sich gerade deswegen wohlwollend und liebevoll im Spiegel betrachten und annehmen kann, wird sich in Demut beugen und voller Stolz aufrecht gehen können.

DU

Um etwas über mich zu erfahren, benötige ich ein lebendiges Gegenüber. Muss mich durch die Augen des anderen sehen können, mich anfassen können, indem ich den anderen anfasse, meine Grenzen in den Grenzen des anderen erkennen, mein Lachen und mein Leid in seinem wieder finden, meine Liebe in seinem Blick gespiegelt sehen und muss ihn und mich, so wie wir sind, aushalten können.

Demut

Demut ist anhaltende Ruhe im Herzen Sie ist, keine Beschwerden zu haben. Sie ist nie erzürnt oder gestört, verwirrt oder gekränkt zu sein. Mich über nichts wunder, was mir angetan wird. Nichts bewertend, was gegen mich getan wurde. Sie ist, einen sicheren Ort in mir selbst zu haben an den ich gehen, die Tür schließen und in Frieden sein kann. Wie in einem tiefen See der Stille.

Montag, 31. August 2009

Streuobstwiese

Feuerwehrschlauch, Zitruspresse, Streuobstwiese, Kabelbinder, Abendessen



Mit dem Kabelbinder wird ein Stück Feuerwehrschlauch an den Akku-Staubsauger gebunden. Ab damit auf die Streuobstwiese und ran an den Mirabellenbaum. Dann braucht es keine Zitruspresse mehr, die Matchpampe ist im Saugerbeutel. Nur noch durch ein Sieb pressen und wir haben ein gesunde Grundlage für ein Abendessen alá Jonathan. Aber nur, wenn Feuerwehrschlauch und Kabelbinder auch wirklich aus wieder nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden!



Streuobstwiese

Seit Monaten schon nervte sie ihn mit ihrem Bitten und Betteln von wegen Sommerurlaub auf dem Campingplatz. Er hasste Camping. Allein die Vorstellung seinen, wenn auch etwas in die Jahre gekommenen, Luxuskörper diesen Strapazen des rein und raus Kriechens aus dem Zelt auszusetzen, brachte ihn zum Schaudern. Aber sie hörte einfach nicht auf.

Gerade jetzt eben wieder. Er stand in der Küche und machte sich vor dem Abendessen noch einen frischen Saft aus der Zitruspresse, da kam sie nackert aus dem Bad gehuscht und flötete ihn mit ihrer Kleinmädchenstimme an:

„Schatzi, du hast doch jetzt eine Woche frei. Könnten wir da nicht mit Hannelore und Uwe zusammen an die See fahren. Die beiden würden uns auch ihr altes Zelt zur Verfügung stellen. Wir könnten schwimmen, in der Sonne liegen und einfach die reine, pure Natur genießen. Schatzilein, das würde dir bestimmt auch Spaß machen!“

„Spaß!? Hör mal, Kleines, wie oft soll ich es dir noch verklickern: Ich hasse Camping. Die ganzen Umstände und das verdammte Krabbelzeug überall. Ich will nicht. Punkt.“

„Aber, Schatzilein, die Krabbeltiere machen dir doch gar nix. Und wenn, dann gibt es doch Insektenspray. Aber, das braucht man eigentlich gar nicht, die kleinen Tierchen tun wirklich nichts. Ist doch alles nur natürliche Natur. Och, bitte, bitte, bitte, Schatzileinchen!“

So ging das in einer Tour. Er hatte es satt, einfach satt. Als sie so vor ihm stand und immer wieder auf die gleichen Argumente zurück griff, fasste er einen Entschluss. Er würde ihr diese Idee ein für alle mal austreiben.

In einer etwas anderen Tonlage sagte er:

„Bleib hier stehen. Mach den Mund auf!“

Er schob ihr eine der ausgedrückten Zitronenhälften in den Mund.

„Mach die Augen zu und warte!“

Er ging in den Keller, wo er neben anderem Krusch auch einen langen, alten Feuerwehrschlauch liegen hatte. Nahm diesen und eine Handvoll Kabelbinder. Zurück in der Küche schnürte er sie, unbekleidet wie sie war, mit Schlauch und Binder zu einem feinen Paket zusammen, so dass sie sich kaum noch rühren konnte. Warf sie sich über die Schulter und trug sie hinaus auf die Streuobstwiese hinterm Haus. Dort legte er sie in eine Mulde zwischen den Bäumen.

„So, mein Kleines. Hier bleibst du jetzt mal für eine lange Weile liegen. Ich ruf mal Hans und Werner an, die sollen noch ein paar Flaschen Bier mitbringen. Wir bekommen das mit dem Abendessen vor der Fußballübertragung schon alleine hin. Du kannst dich ja in der Zwischenzeit mit deinen niedlichen Krabbelfreunden, den Ameisen, Spinnen und Käferchen vergnügen. Die werden bestimmt nett und anregend mit dir plaudern. Auch die Wespen und Bienen an den Mirabellen über dir. Die Naschen nur und wollen höchstens freundlich mit dir teilen. Ist ja alles nur natürliche Natur hier. Wie auf nem multikulturellen Campingplatz, quasi. Also viel Spaß euch allen!“

Sprach´s und ging kichernd zurück zum Haus:

„Morgen früh dürfte das Thema Camping dann wohl für die nächste Zeit beendet sein!“

Fingerübungen

Keine Zeit zum Geschichtenschreiben dieses Wochenende, deshalb nur die Fingerübungen :


30.08.2009

Wintergerste, Pilotensitz, Efeu, Sommernacht, lesbisch

In einer lauen Sommernacht träumte der launische Efeu von der lieblich lesbischen Wintergerste und rank sich in Entzückung schwelgend dabei besitzergreifend um den vom letzten Absturz noch auf dem Feld herum liegenden Pilotensitz.


29.08.2009

Glasscheibe, Tischdecke, Reservekanister, Korallenriff, Sprungschanze.

Mit dem neuen Reservekanister, voll von frischem Apfelmost für die Liebste, durchschwamm er das Korallenriff, stürzte sich die Sprungschanze hinunter, bestellte brav die von ihm beim letzten Herrenabend zerbrochene neue Glasscheibe und vergaß doch die Tischdecke für das Picknick einzupacken. Sie war sauer. Auch ein Held schwächelt ab und an.

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