[>>]

Zufallsbild

Rote-Haare

AKTUELLES

Personlicher Assistent (w/m) auf Geschäftspartnerebene gesucht.

Wohlwollen

Nur wer sich selbst wertschätzt, um die eigenen Widersprüche und um sein inneres Chaos weiß und sich gerade deswegen wohlwollend und liebevoll im Spiegel betrachten und annehmen kann, wird sich in Demut beugen und voller Stolz aufrecht gehen können.

DU

Um etwas über mich zu erfahren, benötige ich ein lebendiges Gegenüber. Muss mich durch die Augen des anderen sehen können, mich anfassen können, indem ich den anderen anfasse, meine Grenzen in den Grenzen des anderen erkennen, mein Lachen und mein Leid in seinem wieder finden, meine Liebe in seinem Blick gespiegelt sehen und muss ihn und mich, so wie wir sind, aushalten können.

Demut

Demut ist anhaltende Ruhe im Herzen Sie ist, keine Beschwerden zu haben. Sie ist nie erzürnt oder gestört, verwirrt oder gekränkt zu sein. Mich über nichts wunder, was mir angetan wird. Nichts bewertend, was gegen mich getan wurde. Sie ist, einen sicheren Ort in mir selbst zu haben an den ich gehen, die Tür schließen und in Frieden sein kann. Wie in einem tiefen See der Stille.

Samstag, 29. August 2009

Aus dem Frauenalltag

28.08.2009

Kokain, Eierschalen, Kondensmilch, Ölwechsel, Birkenstocksandalen



Logik

„Kommst du mit zur Autowerkstatt? Ich will einen Ölwechsel machen lassen.“

„Braucht das Auto eigentlich unbedingt Öl, kann man da nicht auch was anderes nehmen? Zum Beispiel Kondensmilch, die hat doch auch genug Fett.“

„Sag mal, spinnst du?! Rauchst du irgendwas Komisches? Ziehst du dir Kokain rein? Was hat denn Öl mit Dosenmilch zu tun?“

„Na ja, ich weiß ja nicht. Gestern Abend habe ich einen Bericht gesehen, in dem wurde gezeigt, dass man demnächst aus Eierschalen einen Lederersatz herstellen kann. Also, zum Beispiel die Sohlen für die Birkenstocksandalen. Also dachte ich…“

„Ne, bleib zuhause und mach lieber was am Schreibtisch. Sowas verkrafte ich heute Morgen nicht, Liebes“

„Okay Schatz, dann geh du Mammut jagen und ich kümmere mich um den Rest. Hab dich lieb!“










27.08.2009

8o cm Seil, U-Bahnstation, Kontrolleur, Kaugummi, Croissant



So ein lehrreicher Tag.

Dieser Tag fing einfach völlig falsch an. Frühmorgens den Wecker ausgestellt um noch ein paar Minütchen zu schlafen und dann nach einer Stunde entsetzt aufgewacht. Durchs Bad, die Haare und in die wahllos aus dem Schrank gezerrten Klamotten gehetzt. Natürlich war da kein Croissant mehr vom gestrigen Abend im Brotkorb, da irgend jemand ihrer Mitbewohner nächtens noch mal egoistisch zugeschlagen hatte. Also ohne Frühstück aus dem Haus.

An der U-Bahnstation ein streikender Automat, der sich weigerte ihren Schein anzunehmen und dann, nach der Geldwechselei beim grummelnden Bäcker, fuhr die Bahn natürlich vor ihrer Nase davon. Rummarschieren auf dem Bahnsteig, telefonieren mit dem Büro, die Verspätung ankündigend, und mit dem Absatz dabei einen Kaugummi eingesammelt.

Endlich in der Bahn sitzend und mit Taschentuch am Schuh rumfummelnd, nervte der Kontrolleur derart, dass es eine Ewigkeit dauerte den Fahrschein in der Tasche zu finden. Sie hasst solche Situationen, in denen sie das Gefühl hat, dass alle Leute nur auf sie achten und sie im Mittelpunkt eines hämisch mitleidigen Interesses steht.

Im Büro stellte sie fest, dass die heute benötigten Unterlagen noch zu Hause lagen und sie in der Hetze den falschen Ordner eingesteckt hatte. Also nochmals ein Kopieorgie von zwei Stunden, um in der Mittagspause mitgeteilt zu bekommen, dass der Termin für heute doch verschoben wurde.

Kurz vor Arbeitsschluss dann die Anfrage vom Chef, ob die bestellten 80cm Seile für den Kunden XY schon in der heutigen Lieferung waren. Mist, die hatte sie noch nicht mal angefordert. Einfach vergessen.

Damit war der Tag endgültig für sie gelaufen und sie schaltete in den Slow-Motion-Status. Keine Hektik mehr, keine Aufregung mehr über nix. Gelassen den Pc ausgeschaltet und im Sekretariat mitgeteilt, dass sie noch einen Privattermin rein bekommen hätte und deshalb früher gehen müsste.

Jetzt erst mal auf die Sonnenbank. Eine halbe Stunde zum runter Kommen und sich Sammeln. Danach in die Buchhandlung eine lange Weile rumstöbern. Am Bahnhof noch ein wenig rumschlendern, ein paar Leckerein fürs Abendbrot einkaufen und einfach entspannt die nächste Bahn nehmen.

Zu Hause etwas Leckeres kochen für alle und gemütlich beim gemeinsamen Abendessen über Gott und die Welt plaudern. Die freundliche Ansage von ihrer Seite, dass sich ab heute in dieser Dose dort auf dem Küchenbord ihr Frühstück für den jeweils nächsten Tag befände und jeder die eigene körperliche Unversehrtheit riskiere, der auch nur einen Blick, geschweige denn einen Finger in diese Richtung werfen würde.

Nach dem ruhigen Abend noch einen zweiten Wecker aus dem Keller gekramt und beide mit zehn Minuten Abstand zum Klingeln morgens eingestellt. Die Tasche fürs Büro sorgsam gepackt und die Klamotten für morgen raus gelegt. Ach ja, und sich von einem Mitbewohner den Geldschein in Münzen wechseln lassen.

Und jetzt noch ein wenig lesen und dann schlafen. Morgen wird ein feiner Tag!

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Rauhnächte
Am tiefsten Punkt des Jahres, eingebettet in die sechs...
Heidrun Müller - 27. Dez, 23:55
Reaktionen
Oh, ich finde die Reaktionen auf die unten genannte...
Heidrun Müller - 27. Dez, 14:52
Projekt: Alter und Eros
„Unbekümmert aber um Bewahrung von Sitte...
Heidrun Müller - 25. Dez, 11:43
Gedöhns
Ach, dieses ganze beschauliche... quatsch ... verlogene...
Heidrun Müller - 24. Dez, 11:33
Schnell, gut und günstig
Es gibt nur drei Möglichkeiten: Gut und billig...
Heidrun Müller - 17. Dez, 20:01

Suche